
Worte fehlen, ständig reißt der Gedankenfaden ab, was war noch eben das Thema? Für Menschen mit Demenz werden Gespräche beschwerlich. Das Kurzzeitgedächtnis leidet, der Wortschatz schrumpft, die Aufmerksamkeit schwindet. Im leichten Stadium können die meisten einer Unterhaltung noch folgen. Schreitet die Demenz fort, werden längere Gespräche problematisch bis unmöglich – selbst liebevolle Angehörige macht das ratlos, traurig oder wütend.
Der tägliche Umgang kann durch spezielles Sensibilisierungstraining erleichtert werden. Bei der Kommunikation sollte vor allem auf einen wertschätzenden Umgang geachtet werden, da Personen mit Demenz mit zunehmendem Krankheitsstadium sehr sensibel auf Kritik, aber auch auf Unter- bzw. Überforderung reagieren. Dazu gehört, vorhandene Fähigkeiten zu beachten, passende lobende Worte zu finden und Vorwürfe zu vermeiden.
Mit fortlaufender Erkrankung können Menschen mit Demenz immer weniger ihre Bedürfnisse und Ängste klar verbal äußern. Oft können Betreuungskräfte oder Angehörige nicht verstehen, was der/die Betroffene sagten oder mitteilen möchten. Daher sind auch alle anderen Aspekte einer Kommunikation (nonverbale Kommunikation, Körpersprache) von Bedeutung neben der inhaltlichen Botschaft der Sprache.