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Aktuelles

Pflegeleistungen während der Corona-Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es aktuell Veränderungen in der Pflegeversicherung, die für alle Kassen gelten

 

Änderungen durch gesetzliche Regelungen

Mit dem "Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen" werden wesentliche infolge der COVID-19-Pandemie geschaffene Regelungen zur finanziellen Entlastung und Unterstützung von Pflegeeinrichtungen, Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen folgendermaßen verlängert:

Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger

Pflegegeldempfänger ab Pflegegrad 2 sind dazu verpflichtet, regelmäßig Beratungsbesuche in Anspruch zu nehmen. Seit dem 1. Oktober 2020 können die Beratungsbesuche auch telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2021.

Besondere Hinweise zum Begutachtungsverfahren / zur Pflegeeinstufung

Seit dem 1. November 2020 finden im Zuge der Kontaktbeschränkungen keine körperlichen Begutachtungen zuhause oder in stationären Pflegeinrichtungen statt.

Die Begutachtung erfolgt in der Regel telefonisch und auf Basis bereits vorliegender Informationen. Dafür führt der Medizinische Dienst ein Telefoninterview mit dem Pflegebedürftigen und/oder seinen Bezugspersonen durch.

Neuer Höchstbetrag für Pflegehilfsmittel bis 31. Dezember 2021

Der monatliche Höchstbetrag der Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, also beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen, wurde rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 auf 60 Euro angehoben. Maßgeblich für die höhere Vergütung ist der Tag der Leistungserbringung; im Fall einer Kostenerstattung das Kaufdatum. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2021.

Versorgungsengpässe in der Häuslichkeit

Sofern die ambulante pflegerische Versorgung nicht mehr durch Pflegeeinrichtungen sichergestellt werden kann, wird Ihnen (abhängig vom Pflegegrad) der Sachleistungsbetrag für ambulante Pflegeleistungen für die Organisation der Pflege zur Verfügung gestellt.

Entlastungsleistungen

  • Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 können bis zum 30.06.2021 den Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI in Höhe von 125 Euro monatlich auch für Hilfen außerhalb der geltenden Regelung einsetzen, um Corona-bedingte Versorgungsengpässe auszugleichen.
  • Nicht genutzte Beträge für Entlastungsleistungen aus 2019 und 2020 können dank einer Fristverlängerung noch bis zum 30.09.2021 genutzt werden. Dies gilt für Pflegebedürftige aller Pflegegrade. 
  • Bis zum 30.06.2021 wird die Zahlung des Pflegeunterstützungsgeldes wegen der SARS-CoV-2-Pandemie von zehn auf 20 Arbeitstage verlängert.

Pflegekurse zuhause fallen teilweise aus

Im Zuge der Corona-Krise wurden die individuellen und die Gruppenpflegekurse der Pflegekassen zum Teil ausgesetzt. Unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen finden in einigen Bundesländern wieder vereinzelt individuelle und gruppenbezogene Pflegekurse statt. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Pflegekasse über die derzeitigen Möglichkeiten zur Inanspruchnahme eines Pflegekurses.

 

Palliativversorgung und Soziotherapie

Rezepte für spezialisierte palliativmedizinische Versorgungsangebote oder eine Soziotherapie müssen bis zum 30. September 2021 nicht mehr innerhalb von drei Tagen eingereicht werden. Betroffene haben dafür zehn Tage Zeit.